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Was ist die "Soziale Stadt"?

Logo Soziale StadtDie „Soziale Stadt“ ist einer von gegenwärtig fünf Programmbereichen der vom Bund sowie den Ländern und Gemeinden gemeinsam finanzierten Städtebauförderung.

Jedes Programm hat eine spezifische inhaltliche Ausrichtung und soll die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der jeweiligen Herausforderungen in der Stadtentwicklung unterstützen. Die Stadt Forst (Lausitz) nimmt gegenwärtig an den Förderprogrammen Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen, Stadtumbau Ost (mit den Teilprogrammen Aufwertung, Rückbau sowie Sanierung, Sicherung und Erwerb), Soziale Stadt sowie Aktive Stadt- und Ortsteilzentrum teil.

Das Förderprogramm
"Soziale Stadt -
Investitionen im Quartier"

wurde 1999 gestartet, um Stadtteile zu unterstützen, die in besonderer Weise von einer Zunahme sozialer wie auch ökonomischer Problemlagen betroffen sind. Seit Oktober 2007 nimmt die Stadt Forst (Lausitz) mit dem Fördergebiet "Forster Innenstadt" an dem Programm teil. Darüber hinaus wurde zwischen 2009 und 2013 ein Sonderprogramm zur Förderung von Modellvorhaben aufgelegt, mit dessen Hilfe die Stadt den Aufbau der Schulsozialarbeit an der Grundschule Mitte und der Gutenberg-Oberschule sowie verschiedene bauliche Maßnahmen an diesen beiden Standorten finanzieren konnte.

Vergleichbar mit dem Instrument der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme beteiligen sich der Bund, das Land Brandenburg und die Stadt Forst (Lausitz) mit jeweils einem Drittel an der Förderung von Projekten. Die bereits umgesetzten sowie die geplanten Projekte sollen nachhaltig zur Verbesserung der Lebensbedingungen beitragen und das gemeinsame Engagement für eine zukunftsfähige Forster Innenstadt fördern.

Für den Zeitraum 2007-2018 wurden der Stadt bislang Fördermittel in Höhe von rund 4.830.000 € (einschl. des kommunalen Eigenanteils) bewilligt, mit denen bis Ende 2015 Maßnahmen und Projekte im Umfang von etwa 3.660.000 € gefördert werden konnten. Der noch offene Förderbedarf wird gegenwärtig auf etwa 2,5 – 3 Mio. € geschätzt. Hinzu kommen Mittel aus einem Sonderprogramm, die im Zeitraum 2009-2013 zur Förderung von Modellvorhaben ausgereicht wurden und sich für Forst auf insgesamt etwa 716.000 € beliefen.

Ein Thema mit zunehmender Bedeutung stellt darüber hinaus die Integration von Flüchtlingen dar. Um die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen und die Entwicklung einer Willkommenskultur aktiv zu unterstützen, gründete sich im Jahr 2013 das Flüchtlingsnetzwerk Forst (FlüNet). Mit finanzieller Unterstützung des Netzwerkprogramms Engagierte Stadt wurde im Herbst 2015 eine interkulturelle Kontakt- und Koordinierungsstelle zur Förderung der Anerkennungs- und Willkommenskultur eingerichtet.
Projektträger ist das Kompetenzzentrum Forst (Lausitz) e.V.


Wo wird das Programm umgesetzt?
Das Fördergebiet hat eine Größe von rund 3 Quadratkilometern und erstreckt sich im Norden von der Heinrich-Heine-Straße bis zur Spitze der Wehrinsel im Süden. Zum Fördergebiet gehören damit sehr unterschiedlich geprägte Stadtbereiche (innerstädtische Wohngebiete der Gründerzeit und der DDR-Zeit, die Haupteinkaufsbereiche, historische Industriequartiere, Grünräume an Neiße und Mühlgraben). Im Programmgebiet leben rund 6.700 Einwohner/innen. Damit hat das Fördergebiet zwar nur einen Flächenanteil an der Gesamtstadt von 3%. Zugleich leben hier jedoch mehr als ein Drittel aller Forster/innen.


Was sind die Entwicklungsziele?
Unter dem Oberziel „Ressourcen bündeln, ressortübergreifend handeln – Integrierte Stadtentwicklung“ werden folgende Teilziele verfolgt:
  • Stärkung der Forster Innenstadt als Brennpunkt des öffentlichen Lebens

  • Unterstützung von Bürgerteilhabe, Vereinsarbeit und Ehrenamt durch Mitsprache und Mitbestimmung

  • Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Bildungsarbeit und Verbesserung der sozialen und beruflichen Kompetenz

  • Aufwertung der Lebensqualität für Familien und Senioren (Miteinander der Generationen)

  • Verbesserung der Wohnbedingungen und des Zusammenlebens in der Forster Innenstadt durch Entwicklung einer inspirierenden und stabilen Nachbarschaft

  • Übernahme besonderer Integrationsleistungen für Stadt und Region im Sinne einer Innenstadt für alle Bürger/innen


Alle Ziele und Maßnahmen der Sozialen Stadt sind ausführlich in der 1. Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) vom Mai 2012 dargestellt. Ergänzend wurde im März 2014 mit der 2. Fortschreibung eine Bewertung des bisherigen Umsetzungstandes (Zwischenevaluation) vorgelegt. Die gegenwärtige Planung geht von einem Förderzeitraum bis zum Jahr 2020 aus und beinhaltet insgesamt 43 Projekte mit geschätzten Gesamtkosten von 12,3 Mio. Euro, von denen etwa 8,6 Mio. Euro aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert werden sollen. Welche Maßnahmen umgesetzt werden, ist insbesondere von den finanziellen Rahmenbedingungen und den stadtentwicklungspolitischen Prioritäten abhängig.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Förderprogramms in der Stadt Forst gehören zum einen bauliche Investitionen, darunter in die Sanierung von Kitas, Schulen und anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen oder die Aufwertung des Mühlgrabenufers durch den Bau eines durchgehenden Radweges. Von wesentlicher Bedeutung sind zum anderen der Aufbau von lokalen Netzwerken und die Förderung kleinteiliger Projekte, die einen Beitrag zu den Zielen im Programmgebiet leisten können. Zentraler Ansprechpartner für alle diesbezüglichen Aktivitäten ist das Stadtteilmanagement (Kontaktdaten siehe unten).


Wie kann ich mich beteiligen?
Neben den baulichen Investitionen in die soziale Infrastruktur und den öffentlichen Raum lebt das Programm Soziale Stadt vor allem durch die vielen Menschen, die es durch ihre Ideen und ihr (oft ehrenamtliches) Engagement tagtäglich mit Leben füllen. Dies kann zum Beispiel durch die Mitwirkung in einem der zahlreichen Netzwerke oder durch die Umsetzung eigenständiger kleiner Projekte geschehen.

Gemäß Städtebauförderungsrichtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg vom 26. Oktober 2015 besteht die Möglichkeit, kleine Maßnahmen zur Verbesserung der soziokulturellen und freizeitbezogenen Angebote und des Stadtteillebens im Fördergebiet „Forster Innenstadt“ zu unterstützen. Der Fördersatz beträgt 100% der förderfähigen Aufwendungen, höchstens jedoch 250 Euro je Projekt. Insgesamt stehen pro Kalenderjahr 2.500 Euro zur Verfügung. Das Antragsformular steht zum Download bereit. Einen Überblick der bisher umgesetzten Projekte finden Sie im Abschnitt „fortlaufende Maßnahmen“.

Über die Vergabe der Mittel aus dem Aktionsplan entscheidet übrigens ein ehrenamtliches Gremium, das sich aus interessierten Vertretern lokaler Institutionen, Vereine oder Netzwerke sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzt. Sollten auch Sie Interesse an den Themen und Projekten der Sozialen Stadt haben, können Sie sich gern an die unten genannten Ansprechpartner wenden.


Wo erhalte ich weitere Informationen und Unterstützung?
Die Federführung für das Programm Soziale Stadt liegt bei der Stadt Forst (Lausitz):

Fachbereich Stadtentwicklung
Cottbuser Straße 10
  • Frau Angelika Geisler, Fachbereichsleiterin: a.geisler@forst-lausitz.de, Tel. 03562 989-406

  • Frau Christina Rennhak, Sachbearbeiterin: ch.rennhak@forst-lausitz.de, Tel. 03562 989-404


Die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG unterstützt die Stadt Forst (Lausitz) bei der Vorbereitung, Umsetzung und Abrechnung des Programms einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit und ist darüber hinaus Träger des Stadtteilmanagements:
Büro Bahnhofstraße 35 (Eingang Leipziger Straße)
  • Herr Philip Gehrke, Projektleiter,
    philip.gehrke@dsk-gmbh.de, Tel. 0355 78002-14

  • Frau Kathleen Hubrich, Stadtteilmanagement, kathleen.hubrich@dsk-gmbh.de, Tel. 03562 664277

  • Frau Denise Dittmann, Projektbearbeiterin, denise.dittmann@dsk-gmbh.de, Tel. 0355 78002-16


Sitz der interkulturellen Kontakt- und Koordinierungsstelle zur Förderung der Anerkennungs- und Willkommenskultur in der Stadt Forst ist das Kompetenzzentrum Forst:
Gubener Straße 30a / Ecke Virchowstraße
Frau Salha-Soubeida Uslu (…)

Eine wichtige Informationsquelle stellen darüber hinaus die verschiedenen Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit dar. Deren Ziel ist neben der reinen Verbreitung von Informationen auch, die lokalen Akteure – von Vertretern aus Politik und Verwaltung über Vereine und ehrenamtliche Netzwerke bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern – zur aktiven Mitwirkung anzuregen, die Vernetzung untereinander zu verbessern und die Identifikation mit dem Quartier zu stärken.

Folgende Publikationen stehen gegenwärtig digital und in Papierform zur Verfügung:
  • Flyer Nr. 1, Programmstart (2008)

  • Flyer Nr. 2, Zwischenbilanz (2010)

  • Flyer Nr. 3, Zwischenbilanz (2014)

  • Flyer zur Einweihung des stadtgeschichtlichen Bildungspfades Industriekultur (2015)


Welche Maßnahmen und Projekte wurden bereits realisiert?

Welche Maßnahmen und Projekte werden gegenwärtig umgesetzt oder haben fortlaufenden Charakter?
  • die Schulsozialarbeit an der Gutenberg Oberschule (seit 2009)

  • die Sozialarbeit an der Grundschule Mitte (seit 2010)

  • die Sanierung des Haupt- und Nebengebäudes des Park 7 e.V. (seit 2009)

  • Aktionsfonds zur Förderung kleinteiliger Projekte (seit 2013)

  • Interkulturelle Woche (seit 2014)

  • Interkulturelles Stadtpicknick (seit 2015)


Welche Maßnahmen und Projekte befinden sich in der Vorbereitungsphase?
  • Weitere Aufwertung (u.a. der Freiflächen) der Kita „Friedrich Fröbel“ (ab 2016)

  • Aufwertung des Grünzugs Mühlgrabenufer, Abschnitt Mühlgrabenquerung – Badestraße / C.-A.-Groeschke-Straße (2016-2017)

  • Weitere Aufwertung der Evangelischen Integrationskita „Talitha kumi“

  • Aufwertung und ggf. Verlagerung des Schülerfreizeitzentrums

  • Weitere Aufwertung des Brandenburgischen Textilmuseums

  • Barrierefreier Umbau des Gebäudeinneren der Grundschule Mitte

  • Fortführung des stadtgeschichtlichen Bildungspfades der Industriekultur

  • Orientierungs- und Leitsystem entlang des Mühlgrabens

  • Anlage eines interkulturellen Gartens


DSK, Gehrke / Stand: 14.12.2015


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