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16.11.2020
In stillem Gedenken: Kranzniederlegung zum Volkstrauertag auf Forster Hauptfriedhof
Mit einem Blumenkranz gedachte Harald Altekrüger am heutigen Freitagvormittag den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft.

Gemeinsam mit Frank Leopold als Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. begab sich der Landrat auf einen Marsch vom Krematorium hin zur Kriegsgräberstätte am Hochkreuz auf dem Forster Hauptfriedhof.

Am Ende des Weges stand ein stilles Gebet für die Männer, Frauen und Kinder, die ihr Leben an die Tyrannis und globalen Unfrieden verloren haben. Ob der aktuellen Kontaktbeschränkungen aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie verzichtet der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa in diesem Jahr auf eine zentrale Veranstaltung mit zeremoniellem Begleitprogramm. Die Intention des Gedenktages soll dennoch mit einem symbolischen Akt in die gesellschaftliche Wahrnehmung rücken.

Landrat Harald Altekrüger:
„Heute setzen wir uns bundesweit bewusst mit dem Verlust von Millionen Menschen auseinander, die ihr Leben Krieg und Gewaltherrschaft opfern mussten. Es ist ein Moment des Innehaltens und Gedenkens, für den wir unseren Alltag unterbrechen und uns mit den Leidtragenden von Menschenrechtsverletzungen, Terrorismus, Rassismus und Despotie verbinden möchten. Der Gedenktag hat aber auch seit jeher eine politische Dimension: Er soll uns ein kalendarisches Mahnmal sein, das Vermächtnis der Opfer zu ehren, indem wir unser Handeln an jedem Tag dem friedlichen Zusammenleben aller Völker verpflichten. Auch wenn größere Versammlungen in der derzeitigen Infektionslage nicht angezeigt sind: Ein stilles Gedenken oder Gebet sind von überall möglich.“

Frank Leopold als Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge fügt hinzu:
„Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat es sich zur Aufgabe gemacht, das furchtbare Erbe vergangener Kriege und der Gewaltherrschaft in Europa niemals vergessen zu machen. Dafür hat der Verein 832 Kriegsgräberstätten errichtet, die an mehr als 2,8 Millionen Kriegstoten in 46 Staaten erinnern – der Bau und auch das Pflegen der Denkmäler ist nur dank der Unterstützung von vielen Bürgerinnen und Bürgern möglich. Trotz der derzeitigen nationalen Gesundheitskrise bleibt ein fester Bestandteil unserer Arbeit: Das gemeinsame Erinnern, bewusstes Gedenken und auch das Verstehen der zum Frieden mahnenden Kriegsgräber.“

Hintergrund: Der Volkstrauertag wurde ursprünglich zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges etabliert, initiiert vom 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Vorschlag eines bayerischen Landesverbands. Das Motiv war ein fester Tag für das bewusste Betrauern – als Zeichen der Solidarität, mit jenen, die einen Verlust zu beklagen hatten, mit den Hinterbliebenen der Gefallen. Heute ist der Volkstrauertag immer am Sonntag vor dem Totensonntag, also mitten im sogenannten Totenmonat November – zwischen den katholischen Gedenktagen Allerheiligen und Allerseelen am Monatsanfang und dem protestantischen Gedenktag Totensonntag am Monatsende. Zu den Ritualen gehören das Niederlegen von Kränzen im gesamten Bundesgebiet sowie Gottesdienste. Die wichtigste Veranstaltung ist die Zentrale Gedenkstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Üblicherweise findet sie im Bundestag statt, wo hohe Repräsentanten wie der Bundespräsident sprechen.
( Autor: Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa )
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