„Forst ist mein Zuhause. Punkt.“
... auf der „Tour de Forst“ durch die Heimatstadt
Wir saßen an der langen Brücke und intuitiv dachte ich, ich möchte in diese Stadt zurückkehren.
Gerald Martin Zimmer (52) ist im Ort Groß Schacksdorf aufgewachsen. Dort besuchte er auch die Schule, bevor er in Cottbus seine Berufsausbildung zum EDV-Kaufmann begann und abschloss.
Mit 20 Jahren zog er zunächst mit seinen Eltern für kurze Zeit nach Mecklenburg-Vorpommern. Wenige Monate später führte ihn sein Weg nach Lübeck und anschließend nach Hamburg. Sein damaliges Herz schlug jedoch für Berlin, sodass er sich weiter in Richtung Hauptstadt orientierte. In Charlottenburg fand er schließlich mit 44 Jahren für einige Jahre ein Zuhause.
Im Mai 2022 besuchte er gemeinsam mit einem Freund die Stadt Forst (Lausitz). An der Langen Brücke fiel eine klare Entscheidung: „Wir saßen dort auf einer Bank und in diesem Moment wusste ich, dass ich in meine Heimat zurückkehren werde.“
Schon im August desselben Jahres zog er in die Rosenstadt. Sein Wunsch war es vor allem, wieder mehr persönliche Kontakte zu pflegen. „Meine Wohnung fand ich recht schnell bei einer Vermieterin, die ich schon aus Kindertagen kenne“, erzählt er.
Für ihn bietet Forst alles, was man für den Alltag braucht, auf kurzen Wegen. Viele Strecken legt er gerne mit dem Fahrrad zurück. Besonders schätzt er die Überschaubarkeit und die Ruhe, die er mit einer hohen Lebensqualität verbindet. „Eine Bahn in der Schwimmhalle ganz für sich allein zu haben – das ist einer der Vorteile gegenüber Berlin“, sagt er schmunzelnd.
Neben seiner Tätigkeit im IT-Bereich, die er remote ausübt und so flexibel von Forst aus gestalten kann, engagiert sich Herr Zimmer als Gästeführer und war an der Entwicklung der „Tour de Forst“ beteiligt. Menschen mit dem Ort zu verbinden, ist ihm ein wichtiges Anliegen. Zu seinen Lieblingsorten zählen die Lange Brücke sowie der Kegeldamm an der Neiße. Über die Villa Digitalkultur knüpfte er schnell neue Kontakte, ebenso fand er in seiner Kleingartengemeinschaft rasch Anschluss.
Besuchern empfiehlt er, sich neugierig auf Forst und dessen spannende Geschichte einzulassen, möglichst viel zu entdecken und die verschiedenen Architekturen zu genießen.
Fazit:
Für Gerald Martin Zimmer ist Forst (Lausitz) heute wieder sein Zuhause.
Für die Zukunft der Stadt wünscht er sich, dass der Charakter als Ruhepol erhalten bleibt. Gleichzeitig darf die Rosenstadt aus seiner Sicht auch etwas lebendiger und vor allem besser erreichbar werden – insbesondere mit Blick auf den derzeit oft unzuverlässigen Bahnanschluss.