CORONA: Sicherheitsbestimmungen im Rathaus

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

seit dem 18. Mai 2020 stehen im Forster Rathaus alle Service-Leistungen im vollen Umfang wieder zur Verfügung.

Aufgrund der anhaltenden Sicherheitsbestimmungen ist der Zutritt jedoch nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Diese kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen.

Bürgerinnen und Bürger können sich direkt oder über die zentrale Telefonnummer 03562 9890 an die jeweilige Ansprechpartnerin bzw. den jeweiligen Ansprechpartner werden.

Der Zutritt in das Rathaus und die Verwaltungsgebäude ist grundsätzlich nur mit Mund- und Nasenbedeckung möglich.

Die Händedesinfektion erfolgt bitte im Eingangsbereich.


Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der Corona-Pandemie zu starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommt:

  • Touristische Übernachtungen sind nicht erlaubt
  • Schließung und Untersagung touristischer Einrichtungen und Freizeitangebote: wie Gaststätten, Kneipen, Bars und Cafés, Museen, Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder und alle sonstigen Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen sowie Führungen, Stadtrundfahrten und vergleichbare touristische Angebote
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Schließung und Umzug des Brandenburgischen Textilmuseums

Große Veränderungen stehen im „Brandenburgischen Textilmuseum Forst (Lausitz)“ (BTM) an, viele Vorbereitungen dafür sind in den letzten Monaten bereits erfolgt. Für den Umbau ab nächsten Sommer wird in Kürze das Museum komplett beräumt.

Die Stadt plant die Wiedereröffnung für 2024.

Der Bund stellt  für einen denkmalgerechten Aus- und Umbau der ehemaligen Tuchfabrik Sorauer Str. 37 zu einem modernen Ausstellungs- und Veranstaltungsort für das BTM Fördermittel in Höhe von 7,416 Mio. Euro aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2018/19“ (NPS) zur Verfügung. Damit wird die Grundlage insbesondere für eine neue, stark erweiterte Dauerausstellung sowie für modern ausgestattete Veranstaltungs- und Sonderausstellungsbereiche geschaffen.

Nachdem das BTM aufgrund der Pandemie-Lage (2. Welle) zuletzt bereits seit dem 3. November 2020 schließen musste, machen die geplanten Baumaßnahmen nun eine komplette Beräumung der Gebäude  erforderlich. Das Museum bleibt daher für dreieinhalb Jahre geschlossen. Die Wiedereröffnung soll voraussichtlich im Herbst 2024 erfolgen.

Die Umzugsvorbereitungen starteten schon Anfang 2020 durch das bisherige Museumsteam, bestehend aus Michaela Zuber, Angela Maaß und Stefan Buss. Verstärkung bekam das Team zwischenzeitlich – während der Corona-Schließphase – durch  Dörthe Stein aus dem „Archiv verschwundener Orte“ (AvO) in Horno und weitere MitarbeiterInnen des Eigenbetriebs Kultur, Tourismus, Marketing Rosenstadt Forst (Lausitz) (EB KTM) sowie befristet eingestellte UmzugshelferInnen. Eine sehr engagierte Unterstützung in Rat und Tat erfolgt außerdem durch Mitglieder des Museumsvereins der Stadt Forst (Lausitz) e. V. und weitere sachkundige Privatpersonen und ehemalige „Textiler“.

Nach dem Abschluss des Vergabeverfahrens können die umfangreichen Transportleistungen nun ab Ende März starten. Über 200 historische Maschinen, mehr als 1.000 größere Einzelobjekte und hunderte von Kartons, Boxen usw., gefüllt mit den rund 50.000 Einzelobjekten der stadt- und regionalhistorischen Sammlung des BTM, sind fach- und fristgerecht bis Anfang Mai an ein neues Museumsdepot in der Mauerstraße zu überführen, um dort während der Sanierung gelagert zu werden.

 
Das Depot in der Mauerstraße wird vom Vermieter derzeit hergerichtet und ab 1. Mai 2021 bis zur Wiedereröffnung des Museums in drei Jahren auch als Arbeitsstätte für seine MitarbeiterInnen dienen. Als Zwischenstandort ist in diesem Depot derzeit leider kein regulärer Ausstellungsbetrieb möglich; es soll jedoch zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit vorgestellt werden, unter anderem, sofern es die Corona-Lage erlaubt, zur Museumsnacht im September 2021. Das Museumsteam bittet zugleich um Verständnis dafür, dass die Anfragenbearbeitung und die wissenschaftlich-heimatkundliche Nutzung des Archivs und der Sammlungen des BTM bis auf Weiteres nur eingeschränkt erfolgen können. Über 2024 hinaus wird der Standort in der Mauerstraße auch langfristig als Außendepot für einen Teil der Museumssammlung dienen.

Die vielfältigen neuen Herausforderungen für das BTM machten zugleich eine Umorganisation des Museumsbetriebs erforderlich. Nach Abstimmung mit dem Museumsverein als dem bisherigen Träger ist das BTM daher zum 1. Januar 2021 zurück in städtische Trägerschaft überführt worden. Die Betriebsführung wurde dem EB KTM mit Werkleiter Herrn Stefan Palm zugeordnet, innerhalb des Eigenbetriebs ist für das BTM sowie für das AvO das Team Museum unter Leitung von Herrn Dr. Jan Klußmann verantwortlich. Das AvO wird zunächst noch weiter in Horno betrieben, soll aber 2024 räumlich und personell in den Standort Sorauer Str. 37 integriert werden.

Für die Dauerausstellung wurde 2020 von Herrn Dr. Klußmann ein Grobkonzept erarbeitet und im Sommer in den städtischen Gremien vorgestellt. Die neue Ausstellung wird den bisherigen Schaubetrieb in die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Kontexte der Textilproduktion einbetten. Außerdem wird das künftige Museum auch die Forster Stadtgeschichte und die Regionalgeschichte der Ostlausitz präsentieren, u. a. mit den Themen „Kohle“ – dem Fluch und Segen der Lausitz –, Geschichte der Neißeregion als Kulturlandschaft und als Grenzraum, Standesherrschaften und Sorben. Ein besonderes Highlight stellt zukünftig die neue Lokhalle für die „Schwarze Jule“ dar – als Standort für die letzte erhaltene Lok der Stadtbahn von 1893, die als Leihgabe des Verkehrsmuseums Dresden nunmehr dauerhaft in Forst zu sehen sein wird.

Das Ausstellungskonzept ist in den nächsten beiden Jahren kontinuierlich bis zur praktischen Umsetzung zu verfeinern. Darüber und über den Baufortschritt werden der Vorstandsbereich  Stadtentwicklung und Bauen und der EBKTM/Team Museum künftig regelmäßig auf der Webseite der Stadt https://www.forst-lausitz.de/ informieren. Eine eigene Unterseite für das BTM soll in den nächsten Wochen erarbeitet werden.

Stand: 12.03.2021