Montag, 05. Oktober 2026 | Allgemeines, Kultur, Rathaus, Soziales, Wirtschaft | Neues aus dem Rathaus Die "Wassernixe" kehrt zurück

Feierliche Enthüllung beim 5. deutsch-polnischen Parkseminar im Ostdeutschen Rosengarten

Feierliche Enthüllung beim 5. deutsch-polnischen Parkseminar im Ostdeutschen Rosengarten, Fotograf: Matthias Baum, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)

Ein Stück Geschichte kehrt in den Ostdeutschen Rosengarten zurück:

Am Samstag, den 10. Oktober 2026 um 14.30 Uhr wird die rekonstruierte „Wassernixe“ im Pergolenhof feierlich enthüllt. Gemeinsam werden die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek und die Forster Rosenkönigin Stefanie III. die Skulptur der Öffentlichkeit präsentieren.

Die Enthüllung bildet einen besonderen Höhepunkt des 5. deutsch-polnischen Parkseminars. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer werden an diesem Tag gemeinsam im Ostdeutschen Rosengarten arbeiten und sich für die Pflege und Weiterentwicklung der historischen Parkanlage engagieren. Dabei erhält auch das unmittelbare Umfeld der „Wassernixe“ ein neues Gesicht. Im Rahmen des Parkseminars werden die Beete rund um die Skulptur neu gestaltet. Rund 130 Rhododendren sowie hunderte Waldsteinien-Stauden sollen ausgepflanzt werden und künftig einen passenden Rahmen für die historische Frauenfigur bilden.

Die „Wassernixe“, in historischen Quellen auch als „Nymphe“ oder „Mädchen mit Frosch“ bezeichnet, entstand im Vorfeld der Rosen- und Gartenbauausstellung von 1913.

Sie stammt ebenso wie das „Mädchen mit Wasserkrug“ aus der Hand des Cottbuser Bildhauers Walter Adler und gehörte zur ursprünglichen künstlerischen Ausstattung des Pergolenhofes. Während das „Mädchen mit Wasserkrug“ bereits anlässlich des 110-jährigen Jubiläums des Ostdeutschen Rosengartens an seinen historischen Standort zurückkehren konnte, galt die „Wassernixe“ weiter als verschollen.

Der letzte bislang bekannte fotografische Nachweis stammt aus dem Jahr 1971. Da weder Teile der ursprünglichen Figur noch Formen erhalten geblieben sind, musste die „Wassernixe“ anhand weniger historischer Fotografien zunächst als Tonmodell rekonstruiert werden. Die Herstellung der Skulptur erfolgte in einem speziellen Betongussverfahren. Wie bereits beim „Mädchen mit Wasserkrug“ lag die Rekonstruktion in den Händen der Firma Stuckhaus Scherf und Ritter aus dem sächsischen Waldenburg.

Ermöglicht wird die Rückkehr der „Wassernixe“ durch eine großzügige private Spende. Mit der Enthüllung erhält der Pergolenhof ein weiteres Stück seiner historischen Gestaltung zurück. Vis-à-vis zum „Mädchen mit Wasserkrug“ wird die „Wassernixe“ wieder jenen Platz einnehmen, den sie vor mehr als 110 Jahren bereits inne hatte.

Stadt Forst (Lausitz)