Mittwoch, 22. Juli 2026 | Allgemeines, Freizeit, Kultur, Museum | Das Forster Museum lädt ein Forster Museum wird Ausstellungsort der 1. openart Lausitz Biennale
Internationale zeitgenössische Kunst trifft auf Industriegeschichte und Strukturwandel
Vom 21. August bis 6. September 2026 wird das Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz in Forst (Lausitz) Teil der 1. openart Lausitz Biennale.
Die neue Biennale verbindet außergewöhnliche Orte der Niederlausitz zu einem gemeinsamen Kunstraum und bringt nationale, internationale sowie regionale Künstlerinnen und Künstler zusammen, die sich mit den Themen Strukturwandel, Erinnerung und Zukunft auseinandersetzen.
Im Veranstaltungssaal des Forster Museums erwartet die Besucherinnen und Besucher eine eindrucksvolle Ausstellung großformatiger zeitgenössischer Kunst. Die gezeigten Arbeiten greifen die Industriegeschichte der Lausitz ebenso auf wie die Veränderungen ihrer Landschaft und eröffnen neue Perspektiven auf den Wandel der Region.
Bereits beim Betreten des Museums empfängt die Besucherinnen und Besucher die rund zehn Meter lange Installation „Flaming Heart“ der portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos. Ebenfalls beeindruckend ist der monumentale Scherenschnitt „State of Strike“ von Sonja Yakovleva, der die gesamte Rückwand des Ausstellungssaals einnimmt. Ergänzt wird die Ausstellung durch großformatige Holzschnitte von Frank Lippold, fotografische Arbeiten von Marike Schuurmann, die sich mit den Lausitzer Seenlandschaften beschäftigen, sowie die Installation „Makro-Kohlestruktur“ von Katharina Wimmer, die an den Braunkohlebergbau der Region erinnert.
Auch die Geschichte der Menschen in der Lausitz findet ihren Platz: Minh Duc Pham widmet sich mit seiner Arbeit „Rosenbrigade“ den vietnamesischen Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeitern der DDR, während Heike Zappe die traditionsreiche Forster Jende Posamentenmanufaktur fotografisch dokumentiert.
Ein besonderes Erlebnis bietet die interaktive Installation von Karen Modrei. Besucherinnen und Besucher können persönliche Geschichten erzählen, die unmittelbar an einer Strickmaschine in textile Muster übersetzt werden und so Teil des Kunstwerks werden.
Zur feierlichen Eröffnung der Biennale am Freitag, 21. August 2026, um 17 Uhr präsentiert die Berliner Modedesignerin und Künstlerin Esther Perbandt eine Performance, die bereits auf der Positions Berlin Art Fair zu sehen war. Die Ausstellung ist vom 21. August bis 6. September 2026, jeweils donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, im Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz zu sehen. Es gelten die regulären Eintrittspreise.
Stadt Forst (Lausitz)