Freitag, 10. Juli 2026 | Allgemeines, Freizeit, Kultur | Der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa informiert Wanderausstellung vom Projekt „Common Ground“ macht Station in der Kreisverwaltung Spree-Neiße in Forst (Lausitz)

Landrat Martin Heusler nimmt Wanderausstellung zur grenzüberschreitenden Bürgerbeteiligung in Empfang 

Im Ausstellungssaal der Kreisverwaltungen stehen mehrere runde bzw. ovale Infotafeln, im Hintergrund ist das Mammut-Skelett und eine Fensterwand zu sehen. Neben Landrat Martin Heusler stehen 3 weitere Personen.

Nach Stationen auf beiden Seiten der Neiße ist die Wanderausstellung „Common Ground - über Grenzen mitgestalten“ nun im Kreishaus des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa angekommen. Landrat Martin Heusler nahm die Ausstellungsstücke am Freitag, dem 10. Juli 2026, in Empfang.

Die Schau blickt auf die erste Runde des Förderprogramms „Common Ground“ der Robert Bosch Stiftung zurück. Sie zeigt, wie Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen europäischen Grenzregionen ihre Erfahrungen, Ideen und Anliegen einbringen und gemeinsam an Lösungen für ihre Region arbeiten.

Auch die Euroregion Spree-Neiße-Bober gehörte zu den insgesamt acht Grenzregionen, die von 2022 bis 2025 am Programm teilnahmen. Unter dem Titel „Gemeinsam stärker! Gemeinsame Krisenbewältigung in der deutsch-polnischen Grenzregion“ kamen in dieser Zeit rund 400 Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Krosnienski und Spree-Neiße miteinander ins Gespräch. In fünf deutsch-polnischen Bürgerdialogen, einem eigens gegründeten Bürgerbeirat und einer begleitenden Umfrage beschäftigten sie sich mit Fragen, die den Alltag der Menschen auf beiden Seiten der Grenze unmittelbar betreffen. Aus den Gesprächen entstanden konkrete Handlungsempfehlungen zu den Themen Gesundheit, Bildung, Mobilität und Tourismus.

Die Wanderausstellung selbst ist in den vergangenen Wochen durch die Grenzregion gereist. Feierlich eröffnet wurde sie am 19. Mai 2026 im Stadt- und Industriemuseum Guben - am selben Tag, an dem dort auch der erste Bürgerdialog der neuen Projektphase stattfand. Anschließend gastierte sie im Landratsamt des Powiat Krośnieński in Krosno Odrzańskie und bis gestern im Rathaus der Stadt Gubin. Mit der Präsentation im Kreishaus Spree-Neiße in Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) erreicht die Schau nun ihre letzte Station in der gemeinsamen Projektregion.

Während die Ausstellung im Kreishaus ihre Reise beendet, geht die Bürgerbeteiligung weiter: Die Robert Bosch Stiftung verlängert das Projekt für weitere zwei Jahre in ausgewählten Regionen. Gemeinsam führen der Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa, der Powiat Krośnieński und die Euroregion Spree-Neiße-Bober den grenzüberschreitenden Beteiligungsprozess bis Ende 2027 fort.

Der nächste deutsch-polnische Bürgerdialog findet am 26. November 2026 statt. Dann sind erneut Bürgerinnen und Bürger aus beiden Ländern eingeladen, ihre Erfahrungen und Perspektiven einzubringen und gemeinsam darüber zu sprechen, was die Grenzregion heute braucht und wie sie morgen aussehen soll.

Ansprechpersonen zum deutsch-polnischen Bürgerdialog sind die Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa, Anne-Careen Stoltze-Siebmann, und Kathleen Markus, Projektleiterin bei der Euroregion Spree-Neiße-Bober.

Die Wanderausstellung ist bis zum 31. Juli 2026 im Kreishaus in Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) zu sehen.

Pressestelle Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa