1969 - 1998: Gästebuch

Das Buch ist im Stadtarchiv unter der Signatur "Stadtarchiv Forst (Lausitz), SVF 411" zu finden.

Ein rot-braunes Buch mit goldenen linienförmigen Verzierungen, in der Mitte befindet sich ein goldenes Wappenschild mit einer aufgerichteten, nach links gebogenen, fünfendigen Hirschstange mit einem kleeblattrigen Rosenstock. Aufschrift in Gold: Gästebuch.
Über die komplette Seite ist ein Zitat von Schiller in schwarzen Buchstaben gedruckt: "Nehmt hin die Welt", rief Zeus von seinen Höhen den Menschen zu, "nehmt, sie soll euer sein. Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Leben, doch teilt ich brüderlich darein."
Seite 1, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag: In einem der düsteren Proletarierviertel der alten Tuchmacherstadt bin ich aufgewachsen. Dort haben mich Proletarier, die schon zur Zeit des Sozialistengesetzes für die Befreiung der Ausgebeuteten und Unterdrückten kämpften, zum klassenbewußten Arbeiter erzogen. Als 1907 in Forst die Arbeiterjugendbewegung gegründet wurde, war ich von Anfang an dabei. Mit meinem 18. Geburtstag wurde ich Mitglied der Partei, und von da an war ich immer aktiver Funktionär der Arbeiterbewegung.  In meiner Jugendzeit blühten in Forst die Rosen nur für die Reichen, und nur selten drang der Duft der Rosen zu den Ausgebeuteten. Seit dieser Zeit wurde durch die Kraft der Arbeiterbewegung die Welt grundlegend verändert, und in unserem sozialistischen Vaterland hat sich Forst zu einer sozialistischen Stadt entwickelt in der alle Schönheiten dem Werktätigen gehören.  Ich weiß um die Bemühungen um den Neuaufbau der vom faschistischen Krieg so schwer zerstörten Stadt, von der opfervollen Arbeit für den wirtschaftlichen Aufbau, der in der alten Tuchmacherstadt eine moderne Industriestadt schafft, die mit dazu beiträgt, die wirtschaftliche Kraft unserer Deutschen Demokratischen Republik zu stärken.
Seite 2, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag: Ich weiß, daß der herrliche Rosengarten heute den Werktätigen der Stadt und ihren vielen aus der Rupublik und dem Ausland kommenden Besuchern gehört, daß mit dem Duft der Rosen den Werktätigek in der Rosenstadt auch Kunst und Kultur erschlossen und zu eigen geworden sind. Ich weiß, daß Forst mit seiner Lage und durch die Menschen, die in ihr wohnen, auch einen wichtigen Beitrag zut Freundschaft mit unserem Nachbarland, der Volksrepublik Polen,  leistet. Ich bin stolz darauf, Ehrenbürger meiner Heimatstadt Forst zu sein. Ich wünsche ihr und allen Forster Bürgern, daß die Rosen für sie, ihre Kinder und Kindes-Kinder und für alle Kinder der Welt immer schöner und für immer in Frieden blühen und gedeihen mögen. Max Seydewitz, Dresden, den 19.12.1969
Seite 3, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 4, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Seite 5, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 6, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Seite 7, Fotograf: Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag
Seite 8, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 9, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag
Seite 10, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 11, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag
Seite 12, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 13, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 14, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 15, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag
Seite 16, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Eingeklebte aufklappbare Karte: "Zur Veranstaltung Alte Liebe roßtet nicht" lädt der Rat der Stadt Forst (Lausitz) herzlich ein und wünscht ihnen Stunden der Freude und Entspannung. Abbildung des Wappens der Stadt, Knobe, Bürgermeister. alte Liebe rostet nicht, denn sie geht nie vorbei; alte Liebe rostet nicht, für sie ist immer Mai. Und wenn die Jugend auch verlischt, was ist denn schon dabei. solang' noch glüht des Lebenslicht, bleibt Frühling für uns zwei. Denn: Alte Liebe rostet nicht, für sie ist immer Mai. ja, alte Liebe rostet nicht, für sie ist immer Mai. La la la la la, la la la la, und nochmal eins zwei, drei und vier:  ja, lte Liebe rostet nicht, denn sie geht nie vorbei; alte Liebe rostet nicht, für sie ist immer Mai. Alte Liebe rostet nicht: Marschlied, Text: Günther Hansel, Musik: Günter Klein.
Seite 17, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
165. Folge Alte Liebe rostet nicht, Forst, 6. April 1976, darunter viele verschiedene Unterschriften
Seite 18, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Frendprachiger handschriftlicher Text
Seite 19, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 20, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Frendprachiger handschriftlicher Text
Seite 21, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 22, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 23, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Frendprachiger handschriftlicher Text
Seite 24, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Text in indischer und deutscher Sprache: Im Namen der Kommunistischen Partei Indiens sind wir in die Rosenstadt Forst gekommen. Wir sind sehr davon beiindruckt, wie unter der Führung der SED die Träume von Marx und Engels sowie Lenins Lehren auf deutschem Boden in die Tat umgesetzt werden. Im II. Weltkrieg wurde die Stadt von den deutschen Fschisten fast völlig zerstört, doch die Rosenstadt ist aus der Asche wieder erblüht. Das friedliebende deutsche Volk schreitet voran auf dem Wege des entwickelten Sozialismus. Heute ist die Erhaltung des Weltfriedens das höchste Gebot. Wir hoffen, daß die Freundschaft zwischen den Völkern Indiens und der DDR immer stärker wird. Forst, 4 März 1987. Satya Narayan Thakurm Im Namen der Delegation der KPI, Indien
Seite 25, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Handschriftlicher Eintrag in russischer Sprache
Seite 26, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Wenige Tage vor der Wiedervereinigung unseres deutschen Vaterlandes freue ich mich, zum zweiten mal in Forst sein zu können. Ich wünsche der Stadt eine glückliche Zukunft und in gemeinsamen Bemühen wird es uns gelingen, Freiheit, Frieden und Wohlstand auszubauen. Dorothee Wilms, Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, Forst im Sept. 1990
Seite 27, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Eingeklebtes Foto: Porträt einer älteren Frau mit kurzen lockigen Haaren, Brille und hellgrauem Blazer vor blauem Hintergrund
Seite 28, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Ein Arbeitsbesuch in Forst ist für den Bundesminister eine außerordentliche Herausforderung! Der begonnene Aufbauprozess muß mit aller Kraft weiter vorangetrieben werden - neue Arbeitsplätze, vorhandene Arbeitsplätze gerade auch in der Bauwirtschaft gemehrt werden. Der Stadt Forst darf ich dazu meine volle Unterstützung zusichern. Bundes-Bauminister.
Seite 29, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Es war eine schöne, angenehme Begrüßung  Rosenkönigung, Bürgermeister und Bundesbaumin. Prof- Töpfer. Wenn die Ergebnisse der Arbeitsberatung ähnlich gut verlaufen, wird es zum Wohle der Stadt Guben sein. Meine Unterstützung sage ich gern zu. ich wünsche Guben und der Region eine gute Entwicklung. G., den 14.4.97
Seite 30, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)
Forst bruacht gute Visionen. Danke, daß hier überparteilich über Zukunftschancen nachgedacht wird. Wir wollen helfen, z. B. bei Tele-City, LAGA und Gewerbeentwicklung. Glückauf für Forst.
Seite 31, Bildrechte: Stadt Forst (Lausitz)