Freitag, 20. August 2021 | Allgemeines, Rathaus Bürger-Projekt „Forst besser machen“ geht weiter und neues Projekt „Partnerschaft für Demokratie“ schließt sich an

Seit Juni 2021 gibt es eine Partnerschaft für Demokratie in Forst (Lausitz).

Demokratie Leben ist ein Programm zur „Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements für ein vielfältiges und demokratisches Mitei-nander und die Arbeit gegen Radikalisierungen und Polarisierungen in der Gesellschaft“ des Bundesmi-nisteriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Worum geht’s dabei?

Bürgermeisterin Simone Taubenek bringt es auf den Punkt: „Wie der Name sagt, geht es darum, Demokratie zu leben, nicht nur darüber zu reden. Demokratie spielt sich nicht nur auf den großen politischen Bühnen ab; Demokratie ist auch hier in Forst der Rahmen, der Mitsprache, Teilhabe und gemeinsame Entwicklung nach vorn ermöglicht. Überall da, wo das noch nicht so gut funktioniert, setzen wir an.“

In den Partnerschaften für Demokratie haben Vereine, Initiativen u.a. die Möglichkeit, unkompliziert Mittel für Projekte und Vorhaben, die in vielfältiger Weise das Miteinander in Forst stärken, zu beantragen.

Beratend unterstützt dabei das Kompetenzzentrum Forst als externe Koordinierungs- und Fachstelle.

Über den Antrag wird in einem Begleitausschuss entschieden, der aus etwa 15 Vertreter*innen aus Forster Institutionen, Organisationen, Vereinen, Ortsbeiräten oder Zielgruppen zusammengesetzt ist.

Anett Müller (Fachbereichsleiterin Bildung und Soziales) sieht darin eine große Chance: „Wir haben über dieses Förderprogramm die Möglichkeit, das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Forst finanziell zu unter-stützen und damit auch zu würdigen.“

Die „Partnerschaft für Demokratie“ soll aber auch das kooperative Miteinander in Forst stärken. „Wir verlieren viel zu viel Zeit und Kraft in Debatten, die eher Gräben öffnen als Brücken bauen. Die Demokratie lässt nicht nur Kritik und Meckern zu, sondern auch ein konstruktives Streiten um Lösungen, die uns alle nach vorn bringen.“ ergänzt Manuela Kohlbacher.

Die ersten Ortsteilgespräche über das Projekt Forst besser machen (in Kooperation Kompetenzzentrum Forst, Stadt Forst und Körber Stiftung Hamburg) haben gezeigt, dass es nicht genügt, die Bewohner*innen zu einem Aus-tausch einzuladen. Oftmals fehlen vielfach schlicht Informationen. Auch hier soll die Partnerschaft für De

mokratie mehr Transparenz herstellen. Anträge können von Organisationen, eingetragenen Vereinen, Initiativen oder Einzelpersonen eingereicht werden. Einzig Parteien und Wählervereinigungen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Die geplanten Vorhaben müssen einen Beitrag für die Stärkung der demokratischen Gemeinschaft leisten und im Regel-fall ist ein Eigenanteil von 10 % zu leisten, der auch in Form von Drittmitteln erbracht werden kann.

Die Förderkriterien sind:

  • Das Vorhaben fördert an einem konkret zu nennenden Aspekt das demokratische Miteinander der Stadtgesellschaft.
  • Das Vorhaben bietet Forster*innen konkrete Möglichkeiten, sich aktiv in die Stadtgemeinschaft ein-zubringen und positive Entwicklungen zu gestalten.
  • Das Vorhaben wirkt Spaltungen jeder Art entgegen und fördert ein kooperatives Miteinander.
  • Das Vorhaben widmet sich Themen, die eine konstruktive Streitkultur zwischen Menschen mit ge-gensätzlichen Meinungen oder Haltungen benötigen und fördert dies.


Kontakte:

Stadt Forst (Lausitz)
Fachbereich Bildung und Soziales
Anett Müller
Partnerschaft für Demokratie Forst (Lausitz)
Lindenstraße 10-12 03149 Forst (Lausitz)

Telefon: 03562 989-300  E-Mail: a.mueller@forst-lausitz.de


Kompetenzzentrum Forst/L. e.V.
Koordinierungs- und Fachstelle Manuela Kohlbacher | Andrea Hiersick
Gubener Straße 30a
03149 Forst (Lausitz)

Telefon: 03562 6986962 | E-Mail: pfd@kompetenz-forst.de

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