Ehrenbürgerrecht

Das Ehrenbürgerrecht wird Personen verliehen, die sich besonders für die Stadt Forst (Lausitz) verdient gemacht haben. Über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. 

Eine Verleihung des Ehrenbürgerrechts nach dem Tod ist möglich, setzt jedoch vorraus, dass die Berechtigten ihr Einverständnis erklären. 

Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts schließt die Verleihung einer Ehrenmedallie ein.

Alle Forster Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger

Hindenburg, Paul von

Ehrung:

1933

Lebensdaten:

1847 bis 1934

Generalfeldmarschall, Reichspräsident

Högelheimer, Paul

Ehrung:

1919

Lebensdaten:

1843 bis 1931

Tuchfabrikant, unbesoldetes Magistratsmitglied

Jacobi, Gustav

Ehrung:

um 1885

Lebensdaten:

1817 bis 1887

Rentier (Person, die von Vermögenseinkommen lebt - z. B. Zinsen oder Mieten)

Karasjow, Michael Iljitsch

Ehrung:

1975

Lebensdaten:

geb. 1922

Sowjetischer General (als Batteriechef 1945 an der Einnahme von Forst durch die Rote Armee beteiligt)

Kleinberg, Adolf

Ehrung:

1891

Lebensdaten:

1823 bis 1892

Maurermeister, unbesoldetes Magistratsmitglied

Krumm, Gerhard

Ehrung:

1991

Lebensdaten:

1909 bis 2003

Speditions-Kaufmann, Leiter des „Forster Kreises“ in Westdeutschland

Lessing, Carl Rudolph von

Ehrung:

1876

Lebensdaten:

1809 bis 1888

Landrat im preußischen Kreis Sorau

Manteuffel, Otto Theodor Freiherr von

Ehrung:

1854

Lebensdaten:

1805 bis 1882

Landrat, preußischer Minister

Mohr, August

Ehrung:

August Mohr

Lebensdaten:

1849 bis 1931

Hotelier, unbesoldetes Magistratsmitglied

Noack, Johannes

Ehrung:

1933

Lebensdaten:

1866 bis 1935

Tuchfabrikant, unbesoldetes Magistratsmitglied

Passarius, Friedrich

Ehrung:

1887

Lebensdaten:

1824 bis 1911

Bäckermeister, Stadtverordnetenvorsteher

Schmidt, Julius

Ehrung:

1900

Lebensdaten:

1830 bis 1904

Textilfabrikant, unbesoldetes Magistratsmitglied

Seydewitz, Max

Ehrung:

1968

Lebensdaten:

1892 bis 1987

Journalist, Sächsischer Ministerpräsident, Generaldirektor der staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Abgeordneter der Volkskammer

Zipf(f)ler, Jakob 

Ehrung:

1876

Lebensdaten:

1787 bis 1886

Schneidermeister, unbesoldetes Magistratsmitglied

Rechtlicher Hintergrund

Die Tradition des Ehrenbürgerrechts in ihrer heutigen Form geht auf entsprechende Ehrentitel zurück, die die französische Revolution von 1789-1799 geschaffen hat.

Rechtsgrundlage für die Verleihung von kommunalen Ehrenbürgerrechten waren in der Niederlausitz im 19. Jahrhundert die „Revidierte Städteordnung für die Preußische Monarchie“ von 1831 und ihre späteren Novellierungen. 

Seit 1993 liegt die Verleihung oder Aberkennung von Ehrenbürgerrechten oder Ehrenbezeichnungen ausschließlich in der Kompetenz der Gemeindevertretungen, die dazu Beschlüsse mit Zweidrittelmehrheit fassen müssen (festgelegt in § 31 der 1993 verabschiedeten Gemeindeordnung für das Land Brandenburg, abgelöst seit Dezember 2007 durch § 26 in Verbindung mit § 28, Abs. 2, Kommunalverfassung des Landes Brandenburg). 

Aktuell ist die Verleihung der Ehrenmedallie in § 3 der Satzung über die Ehrung verdienter Persönlichkeiten der Stadt Forst (Lausitz) vom 04.06.2024 geregelt.