Freitag, 29. August 2025 | Rosengarten, Kultur, Allgemeines Eine Rose für die Herzogin
Rosentaufe zum Jubiläum des Europäischen Parkverbundes Lausitz
Zum 15-jährigen Bestehen des Europäischen Parkverbundes Lausitz wurde am 21. August im Schloss Żagań ein besonderes florales Symbol feierlich getauft: Die edle Beetrose „Herzogin Dorothea“ ist eine Hommage an die historische Namensgeberin und steht sinnbildlich für die grenzüberschreitende Verbindung europäischer Gartenkultur.
Der Europäische Parkverbund Lausitz wurde 2010 mit den Parks in Branitz, Bad Muskau/Łęknica, Brody und dem Ostdeutschen Rosengarten in Forst gegründet. 2018 kamen fünf weitere herausragende Parkanlagen hinzu – darunter auch die beiden historischen Landschaftsparks in Żagań und Zatonie, die untrennbar mit der Persönlichkeit Herzogin Dorothea von Sagan verbunden sind.

Die Rosentaufe fand im Rahmen einer festlichen Jubiläumsveranstaltung im Herzoglichen Schloss Żagań statt. Gemeinsam tauften die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek und ihr Amtskollege Sławomir Kowal aus Żagań die neue Rose, begleitet vom Züchtungsleiter Thomas Proll des renommierten Rosenzüchterhauses W. Kordes’ Söhne und Mireille Steil, Vizepräsidentin der Weltrosengesellschaft. Mit Wasser aus dem Fluss Bóbr, der unweit des Schlosses fließt, wurde die Rose symbolträchtig getauft – ein poetischer Brückenschlag zwischen Historie, Natur und europäischer Gartenkunst.

Die nach Herzogin Dorothea benannte Rose überzeugt durch fliederfarbene, intensiv duftende Blüten, die in kleinen Dolden stehen. Mit einer Größe von 5–6 cm, einem aufrecht-buschigen Wuchs und sehr gesunder Belaubung gehört sie zur „Parfuma“-Reihe des Züchters. Auf dem Markt wird die Sorte ab Oktober 2025 erhältlich sein.
Im Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz) ist die neue Rosenschönheit bereits eingezogen – sie blüht im Neuheitengarten sowie im Säulenhof und setzt dort aktuell ihren zweiten Flor an.
Im Schlosspark Żagań wird sie im Herbst im Rahmen eines internationalen Parkseminars gepflanzt.
Mit der Einführung der „Herzogin Dorothea“ erhält der Ostdeutsche Rosengarten eine weitere bedeutende Persönlichkeit in seiner Sammlung historisch inspirierter Rosensorten – neben dem Grafen und der Gräfin Brühl. Die Herzogin war im 19. Jahrhundert nicht nur Gastgeberin europäischer Diplomatie und einflussreiche Teilnehmerin am Wiener Kongress, sondern auch eine engagierte Gartengestalterin mit tiefem Gespür für Ästhetik.
Ihr Erbe lebt nun in einer Rose weiter – als Zeichen europäischer Verbundenheit und als duftende Botschafterin der Gartenkunst.

Stadt Forst (Lausitz)